Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Tantra"?

Die heilsame Wirkung einer Tantra-Massage besteht aus sehr vielen Bausteinen. Bereits mit den ersten Berührungen beginnt das Gehirn damit, Glückshormone auszuschütten. Diese sorgen für ein allgemeines Wohl-Gefühl und können z.B. Schmerzen verdrängen. Mit ansteigender Erregung werden der Blutkreislauf und die Atmung angeregt, was, ähnlich wie beim Sport, eine trainierende Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem hat. Nach dem hormonellen Vorspiel kommt es nun endlich zum befreienden Akt. Jetzt wird ein anderes Hormon aktiv, welches dazu da ist, Sexualität zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis zu machen, bei dem sich Verbundenheit einstellt - Ocytocin. Je höher der Ocytocin-Pegel im Blut ist, desto intensiver wird ein Orgasmus erlebt, desto stärker ist das Gefühl des Verschmelzens zweier Körper. Aus diesem Grund kann eine Tantra-Massage auch sehr gut in das Liebes-Ritual eines Paares eingebunden werden.
Nach dem Höhepunkt wird Prolaktin freigesetzt. Dieses Hormon vermittelt Befriedigung und Ruhe. Wir kehren zu unserem Urzustand zurück.

Tantra heisst, den Kopf zu vergessen, und den Bauch entscheiden lassen. Tantra ist kopf- (aber nicht geist-) los. Wir wollen die Energie aus Kopf herunter in den Bauch, ins Becken und damit auch ins Herz zu bringen.

Tantra ist ein Begriff aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet "Gewebe, Kontinumm, Zusammenhang". Er beschreibt einen Zweig der hinduistischen und buddhistischen Religion bzw. Philosophie, der sich seinerseits in viele Strömungen aufteilt. Er entstand im frühen 2. Jahrhundert und erreichte im 17. Jh. seine heutige Ausprägung. Der Grundgedanke des Tantrismus besteht in der Einheit von materieller und ideeller, von absoluter und phänomenaler Welt. Das wichtigste Ziel ist die Vereinigung mit dem Absoluten und das Erkennen der höchsten Wirklichkeit (Erlösung/nirvana).

Der heute in Deutschland und Mitteleuropa verewendete Tantra-Begriff geht im Wesentlichen auf den indische Philosophen Bhagwan Shree Rajneesh (genannt "Osho") zurück.